Die Kajakrolle

 

Vorschau und Begleittext zum Hallenbadtraining

Jeder kann sie lernen!!

Zwei kurze Filmchen könnt Ihr Euch schon mal ansehen.

Trainingszeiten für das Hallenbad findet Ihr unter "Termine" oder direkt vorn auf der Startseite "Die nächsten Termine". Um den Bewegungsablauf unter Wasser nachvollziehen zu können und um unangenehme Spülungen der Kopfhohlräume zu vermeiden, empfiehlt sich beim Üben eine Taucherbrille. Da man sich den Ablauf einer Kajakrolle nur schwer vorstellen kann, könnt Ihr auch einfach im Hallenbad vorbeischauen und mitmachen, um anschließend die einzelnen Schritte mit unserer Minianleitung zu Hause nachzuvollziehen. (siehe weiter unten)

Literaturhinweis: „Eskimorolle leicht gemacht“ von Jens Reinhold / Pollner Verlag ISBN 3- 89961-031-8

http://www.youtube.com/watch?v=C0rinI0uzm0 http://www.youtube.com/watch?v=-ahOUGallGI
   

Die Paddelhangrolle als beste Kajakrolle für den Anfänger:

Vorteile: - leichtes Erlernen durch aufeinanderfolgende Bewegungsabläufe
Nachteil: - vergleichsweise langsam

Sweep-Roll als Kajakrolle für den Fortgeschrittenen:

Vorteile:  - schnelleres Aufrollen als bei der Paddelhangrolle
Nachteil: - Paddelbewegung und Bootsrotation (durch Hüftschwung bzw.Knieimpuls) werden gleichzeitig ausgeführt, wodurch diese Rollart schwerer zu erlernen ist


Der Ablauf der Paddelhangrolle:

In unserem Beispiel wollen wir in Fahrtrichtung gesehen auf der rechten Seite hochrollen. Alle weiteren Schritte orientieren sich entsprechend. Die aktionsseitige Hand ist somit die rechte.

Schritt 1:
Nach der Kenterung wird das Paddel auf der linken Seite parallel zum Boot ausgerichtet. Das aktionsseitige rechte Paddelblatt müsste somit am Bug und das linke am Heck des Bootes zu finden sein. Hierbei zeigt das rechte Paddelblatt  mit der gekehlten Seite nach unten.

 

 

 

 

 

 

Schritt 2:
Um den Auftrieb der Hohlräume in Kopf und Oberkörper zu nutzen wird der Oberkörper auf der linken Seite weit Richtung Wasseroberfläche geneigt. Das allein bewirkt schon ein Aufkippen des Bootes.

Schritt 3:
Nun wird das komplette Paddel so weit wie möglich aus dem Wasser gehoben.

 

 

 

 

 

 

Schritt 4:
Anschließend bewegt man das rechte Paddelblatt unbelastet, über Wasser, im Bogen und vom Bug des Bootes weg  um ca. 70° nach hinten. Durch die starke Oberkörperrotation nach links und durch die ungewohnte Überstreckung der rechten Schulter sollte hierbei eine deutliche Dehnung der hinteren rechten Rückenmuskulatur auftreten. Das linke Paddel bewegt sich zeitgleich über dem Bootskiel nach vorn. Somit liegt das Paddel jetzt quer zum Boot und das rechte Blatt als Ausleger auf  der Wasseroberfläche. Je weiter das rechte Blatt nach links ausgelegt wird desto besser, wobei der rechte Arm nie komplett gestreckt wird (Verletzungsgefahr).

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Schritt 5:
Paddelhang: Unter dem Paddel hängend, mit dem aktionsseitigen (rechten) Paddelblatt auf der Wasseroberfläche aufliegend,  erfolgt sofort im Anschluss an Schritt 4 der sogenannte Hüftschwung. Hierbei zieht der Kajakfahrer das rechte Knie samt Hüfte ruckartig zum rechten Ohr. Je stärker der Impuls dieser Bewegung ist, desto eher dreht sich das Boot wieder unter den Kajaker. Der aktive Zug am Paddel ist unbedingt zu vermeiden, da sich der Anfänger sonst nicht ausreichend auf sein "Rollknie" konzentriert!!!!  Der Zug entsteht automatisch durch die Bootsrotation infolge des Knieimpulses. Der Gegenarm bleibt bei dieser Bewegung fixiert, gebeugt und nah am Körper.  Ziel ist es hierbei die Gegenhand (links) möglichst flach zu führen, um eine maximale Auslage des rechten Paddelblattes zu ermöglichen.

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Schritt 6:

(Korrekturphase nach den ersten Übungserfolgen)
-> Solange der Kopf  sich im Wasser befindet, erzeugt er durch seine Hohlräume  Auftrieb und unterstutz die Kajakrolle. Außerhalb des Wassers zieht er den  Kajakfahrer wieder ins Wasser! Um den Kopf erst im letzten Moment aus dem Wasser zu nehmen, muss sich der angehende Eskimotierer darauf  konzentrieren während des gesamten Bewegungsablaufes den Blick ständig  auf der Aktionshand zu behalten.

-> Den Aktionsarm immer leicht gebeugt halten und nicht zu weit in Auslage gehen, um Schulterverletzung zu vermeiden.

-> In der Endphase der Kajakrolle ist ein Nachführen der Gegenhand Richtung  Bootsoberdeck erforderlich, um das Paddel möglichst flach zu halten. Ein zu steil geführtes Paddel reduziert die Auslage des aktionsseitigen Paddelblattes  (Paddelblatt sinkt zu stark nach unten ab) und bietet eine ungünstige Angriffsfläche im fließenden Gewässer.

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-> Stabilisierungsphase nach dem Aufrollen: Ggf. mit Druck aufs Paddel  (Paddelstütze) bzw. Paddel etwas weiter nach hinten führen.

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Hier könnt ihr euch die Anleitung auch runterladen